Wer oder was ist eigentlich die Ringelsuse?

Die Ringelsuse mit Geschäftsführerin Caro Hönn

Vor einiger Zeit war in Peru ein Mädchen namens Caro unterwegs, um ein Praktikum in einer Grundschule zu machen. Schnell eroberte sie die Herzen der Einwohner des Örtchens Ayacucho, das idyllisch im Hochland geleegen ist.

Bekannt wie ein bunter Hund, klopften täglich Händler an ihre Türe und baten, sie solle die (für uns) absurdesten Waren, die man sich nur vorstellen kann, auf dem europäischen Markt verkaufen.
Von Ponchos über Limetten, Nacktschnecken und Meerschweinchen (gelten in Peru als Delikatesse), war von jedem etwas dabei.
Meerschweinchen in Deutschland verkaufen? Nein, dachte sich Caro-das wird nicht der neue Exportschlager Perus.
Aber mit der Idee des internationalen Handelns war sie schon längst schwanger gegangen. Das Interesse am Unternehmertum und die Lust, sich kreativ auszutoben, vermischten sich und es war geboren:
Das Projekt Ringelsuse…

Nun musste ein verlässlicher Geschäftspartner her. Caro schaute sich etliche potenzielle Mitarbeiter an, die sie durch „Herumfragen“ auf Märkten ausfindig gemacht hatte.
Bei Daniel stimmte auf den ersten Blick schon das Allermeiste. Zwar hatte er keinerlei Erfahrung mit internationalem Handel, dafür verstanden sie sich auf persönlicher Ebene und konnten sich schnell gegenseitig vertrauen.

Gemeinsam kämpften sie sich durch Limas Behördendschungel, verstanden manchmal nur die Hälfte und fragten sich, was wohl das Formblatt A sei und warum denn bloß das Ursprungszeugnis so wichtig sei.
Die erste Kollektion bestand nur aus Täschchen. Auf dem riesigen Textilmarkt „Gamarra“ wurde vom Knopf über die Etiketten, bis hin zum Plastiktütchen, in dem die Ware verschickt werden sollte, alles mühsam zusammengesucht und so wurden zum allererstenmal Ringelsuse-Produkte nach Deutschland importiert.

Es folgte die Erstellung eines eigenen Onlineshops und der Ausbau der Vertriebswege. Caro war fleißig am Klinkenputzen und fiel auf deutschlandweiten Touren mit dem Auto ihrer Eltern manchmal wegen Zeitmangels auf charmante, aber bestimmte Art und Weise mit der Tür ins Haus: „Guten Tag, ich habe schöne Täschchen dabei, die sehr ut in Ihren Laden passen würden!“
Ein Konzept, dass wahrscheinlich nicht für jeden den richtigen Weg darstellt. Für die Ringelsuse war es genau der richtige Weg. Nach und nach wurden die Produkte in immer mehr Läden verkauft, es folgten Verkaufsplattformen und der Vertrieb über Verkaufsparties.